{"id":3605,"date":"2019-06-11T12:17:08","date_gmt":"2019-06-11T12:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/berliner-leberring.de\/?p=3605"},"modified":"2019-06-11T13:23:21","modified_gmt":"2019-06-11T13:23:21","slug":"fettleber-durch-zu-viel-zucker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berliner-leberring.de\/en\/fettleber-durch-zu-viel-zucker\/","title":{"rendered":"Fettleber durch hohen Zuckerkonsum"},"content":{"rendered":"<h1>Zu viel S\u00fc\u00dfes schadet der Leber<\/h1>\n<figure id=\"attachment_3620\" aria-describedby=\"caption-attachment-3620\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3620 size-large\" src=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-1024x595.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-1024x595.jpg 1024w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-300x174.jpg 300w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-768x447.jpg 768w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-600x349.jpg 600w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/twinsfisch-1481701-unsplash-2-1320x768.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3620\" class=\"wp-caption-text\">Foto: twinsfisch\/unsplash<\/figcaption><\/figure>\n<p>Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an einer glukoseinduzierten Fettleber, das hei\u00dft, ein erh\u00f6hter Konsum von Kohlehydraten f\u00fchrt zur Einlagerung von Fett in der Leber. Nach Angaben der deutschen Leberstiftung ist die glukoseinduzierte Fettleber inzwischen \u00a0weiter verbreitet als die durch einen zu hohen Alkoholkonsum verursachte Fettleber.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Viele Kinder haben bereits eine Fettleber<\/span><\/h3>\n<p>Heute hat sich auch bei vielen Kindern bereits eine Fettleber entwickelt. \u201eUnsere Ern\u00e4hrung enth\u00e4lt zu viel Fett und zu viel Kohlehydrate\u201c, sagt Ern\u00e4hrungsexpertin Angelika Spellerberg. \u00a0\u00a0\u201eSeit dem 2. Weltkrieg sind die Lebensmittel in Deutschland immer fettreicher und kohlehydratreicher geworden, der Zuckerverzehr ist von ca. einem Kilogramm auf etwa 35 Kilogramm j\u00e4hrlich gestiegen.\u201c<\/p>\n<p>In den 50er Jahren begann zudem die Verbreitung der italienischen K\u00fcche in Deutschland: Pizza und Pasta sind heute aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Das in Pizzateig und Nudeln verarbeitete Wei\u00dfmehl wird \u00e4hnlich wie Zucker verstoffwechselt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Alle Kohlehydrate werden im K\u00f6rper in Glukose umgewandelt<\/span><\/h3>\n<p>\u201eIm Darm werden alle Kohlehydrate in Glukose umgewandelt\u201c, erl\u00e4utert Vera Spellerberg. Einfachzucker (Glukose\/Traubenzucker und Fruktose\/Fruchtzucker) und Zweifachzucker\u00a0 ( z.B. der aus einer Glukose-Fruktose-Verbindung bestehende Haushaltszucker Saccharose) gehen schnell ins Blut \u00fcber. Bei komplexen Kohlehydraten (Mehrfachzuckern) dauert dieser Vorgang l\u00e4nger. Komplexe Kohlehydrate, auch als St\u00e4rke oder Polysaccharide bezeichnet, sind unter anderem\u00a0 in Kartoffeln, Getreide, Obst, Gem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchten enthalten.<\/p>\n<p>Einfach und Zweifachzucker liefern schnelle Energie: Sie gehen schnell ins Blut und bewirken eine schnelle Insulinaussch\u00fcttung. Doch der Zucker- und Insulinspiegel im Blut sinkt auch rasch wieder, man bekommt Hei\u00dfhunger \u2013 und greift dann h\u00e4ufig zu Snacks, die wiederum oft Einfach- und Zweifachzucker enthalten. Backshops an jeder Ecke machen es leicht.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Limonaden und S\u00e4fte enthalten oft viel Zucker<\/span><\/h3>\n<p>Besonders Kinder, aber auch viele Erwachsene lieben zudem ges\u00fc\u00dfte Limonaden und Cola, die einen hohen Zuckeranteil haben. Auch Fruchts\u00e4fte enthalten meist viel Zucker. Die Organisation foodwatch hat 600 Erfrischungsgetr\u00e4nke aus dem Sortiment der gro\u00dfen Handelsketten untersucht. Ergebnis: 345 von insgesamt 600 untersuchten Getr\u00e4nken (58 Prozent) enthalten mehr als f\u00fcnf Gramm Zucker je 100 Milliliter \u2013 das sind mehr als vier Zuckerw\u00fcrfel pro 250-Milliliter Glas. Untersucht wurden Cola-Getr\u00e4nke, Energy Drinks, Saftschorlen, Brausen, Eistees, Near-Water- und Fruchtsaftgetr\u00e4nke. Im Durchschnitt enthalten die zuckerges\u00fc\u00dften Getr\u00e4nke sogar 7,3 Prozent Zucker oder sechs St\u00fcck W\u00fcrfelzucker je 250 Milliliter.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Fruktose stimuliert die Fettsynthese in der Leber<\/span><\/h3>\n<p>\u201eAuch wenn die Gesamtkalorienzahl die Hauptrolle bei der Adipositasentstehung spielt, tr\u00e4gt Zucker aufgrund seiner Zusammensetzung gleich mehrfach dazu bei\u201c, sagt Prof. Andreas Pfeiffer, Leiter der Abteilung f\u00fcr Klinische Ern\u00e4hrung am Deutschen Institut f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbr\u00fccke. Glukose setzt im oberen D\u00fcnndarm aus den sogenannten K-Zellen das Hormon Glukoseinduziertes Insulinotropes Peptid, (GIP), frei. \u201eDadurch bewirkt sie unter anderem die Entstehung einer Fettleber sowie einer Insulinresistenz\u201c, erkl\u00e4rt Professor Pfeiffer. Fruktose\u00a0 in h\u00f6herer Dosis stimuliere unmittelbar die \u00a0Fettsynthese in der Leber.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Komplexe Kohlehydrate machen l\u00e4nger satt<\/span><\/h3>\n<p>Unser Gehirn hat einen hohen Bedarf an Energie, aber es braucht auch eine nachhaltige Energieversorgung. Daf\u00fcr sind komplexe Kohlehydrate wichtig, die langsamer abgebaut werden und f\u00fcr ein anhaltendes S\u00e4ttigungsgef\u00fchl sorgen. \u00a0Vollkornprodukte oder Gem\u00fcse enthalten neben komplexen Kohlehydraten auch Ballaststoffe, die satt machen, die Aufnahme von Glucose ins Blut verlangsamen, dadurch Blutzuckerspitzen verhindern und au\u00dferdem helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Vera Spellerberg empfiehlt den Verzehr von 30 Gramm Ballaststoffen t\u00e4glich.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #339966;\">Zuckerfallen vermeiden<\/span><\/h3>\n<p>Um Zuckerfallen zu vermeiden, r\u00e4t die Ern\u00e4hrungsexpertin, auf folgende Punkte zu achten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenig Fertiggerichte essen (fast \u00fcberall ist Zucker zugesetzt).<\/li>\n<li>Keine (oder wenig) gezuckerte Milchprodukte verzehren.<\/li>\n<li>Gezuckerte Getr\u00e4nke wie Limonaden oder Cola m\u00f6glichst vermeiden. In Ausnahmef\u00e4llen kann man mal zur Cola mit S\u00fc\u00dfstoff greifen.<\/li>\n<li>S\u00fc\u00dfigkeiten sollten h\u00f6chstens 10% der t\u00e4glichen Kalorienmenge ausmachen.<\/li>\n<li>Etwas mehr Eiwei\u00df und pflanzliche Fette in den Speiseplan aufnehmen, daf\u00fcr zum Sattwerden mehr Gem\u00fcse.<\/li>\n<li>Gutes Brot ohne Zuckerkul\u00f6r essen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Weiterlesen: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/die-schlacht-um-das-suesse-gebaeck\/1637290\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Schlacht um das s\u00fc\u00dfe Geb\u00e4ck<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2018\/marktcheck-jedes-zweite-erfrischungsgetraenk-ueberzuckert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zucker in Erfrischungsgetr\u00e4nken<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu viel S\u00fc\u00dfes schadet der Leber Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an einer glukoseinduzierten Fettleber, das hei\u00dft, ein erh\u00f6hter Konsum von Kohlehydraten f\u00fchrt zur Einlagerung von Fett in der Leber. 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