{"id":3939,"date":"2020-07-28T14:07:34","date_gmt":"2020-07-28T14:07:34","guid":{"rendered":"http:\/\/berliner-leberring.de\/?p=3939"},"modified":"2020-07-28T14:07:34","modified_gmt":"2020-07-28T14:07:34","slug":"welt-hepatitis-tag-am-28-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berliner-leberring.de\/en\/welt-hepatitis-tag-am-28-juli\/","title":{"rendered":"Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli"},"content":{"rendered":"<h1>Mediziner fordern Programm zur<br \/>\nFr\u00fcherkennung von Leberleiden<\/h1>\n<figure id=\"attachment_3948\" aria-describedby=\"caption-attachment-3948\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3948\" src=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-300x205.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-300x205.jpg 300w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-768x524.jpg 768w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-600x409.jpg 600w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-1536x1047.jpg 1536w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber-1320x900.jpg 1320w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Leber.jpg 1719w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3948\" class=\"wp-caption-text\">Illustration: brgfx \/ Freepik<\/figcaption><\/figure>\n<p>Infektionen, vor allem solche mit Hepatitis C- und B-Viren, k\u00f6nnen die Leber schwer sch\u00e4digen. Aber auch unser westlicher Lebensstil \u2013 wenig Bewegung, reichhaltige Ern\u00e4hrung, zu viel Alkohol \u2013 macht der Leber zu schaffen. Das T\u00fcckische: Eine kranke Leber verursacht kaum Symptome. Weil Fr\u00fcherkennungsprogramme fehlen, werden Leberleiden oft erst dann entdeckt, wenn das Entgiftungsorgan schon stark gesch\u00e4digt ist. Angesichts steigender Zahlen von Lebererkrankungen werden strukturierte Fr\u00fcherkennungsprogramme dringend ben\u00f6tigt, fordern Experten der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) anl\u00e4sslich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli.<\/p>\n<h3>Lebererkrankungen bleiben oft lange unbemerkt<\/h3>\n<p>Die Leber erledigt ihre vielf\u00e4ltigen und lebenswichtigen Aufgaben \u2013 allen voran die Entsorgung von Schad- und Giftstoffen, aber auch die Speicherung von Kohlenhydraten und Vitaminen \u2013, ohne dass wir etwas davon bemerken. Sie leidet aber auch still: \u201eLebererkrankungen verlaufen meist \u00fcber lange Zeit hinweg schmerz- und symptomlos. Zu Beginn weisen h\u00f6chstens unspezifische Symptome wie M\u00fcdigkeit auf ein Problem mit der Leber hin\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Frank Lammert, Pr\u00e4sident der DGVS und Direktor der Klinik f\u00fcr Innere Medizin II am Universit\u00e4tsklinikum des Saarlandes in Homburg. \u201eDas Problem der Lebererkrankungen ist deshalb eines, das viel zu wenig wahrgenommen und deutlich untersch\u00e4tzt wird \u2013 viele Betroffene wissen \u00fcberhaupt nicht, wie schlecht es um ihr gr\u00f6\u00dftes inneres Organ steht\u201c, so Prof. Heiner Wedemeyer, Mediensprecher der DGVS und Direktor der Klinik f\u00fcr Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.<\/p>\n<h3>Lebererkrankungen k\u00f6nnen ganz unterschiedliche Ursachen haben<\/h3>\n<p>Lebersch\u00e4den k\u00f6nnen ganz unterschiedliche Ursachen haben. Am h\u00e4ufigsten sind sie mittlerweile auf ungesunde Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren: Die Fallzahlen der nichtalkoholischen Fettleber nehmen seit Jahren deutlich zu, in Deutschland ist inzwischen jeder Vierte betroffen, so die DGVS in einer Mitteilung zum Welt-Hepatitis-Tag. Aber auch seltene genetische Faktoren, die Einnahme bestimmter Medikamente, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum oder Infektionen mit Hepatitis-Viren k\u00f6nnen die Leber sch\u00e4digen. Vor allem Infektionen mit Hepatitis B- und C-Viren sind nach wie vor h\u00e4ufig. Sie zeichnen sich \u2013 anders als etwa Hepatitis A oder E \u2013 oft durch schwere, chronische Verl\u00e4ufe aus.<\/p>\n<h3>Leberzirrhose &#8211; h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Leberversagen und Leberkrebs<\/h3>\n<p>Alle Lebersch\u00e4digungen\u00a0 verursachen zu Beginn meist kaum Beschwerden. Bleiben sie unbemerkt und unbehandelt, entstehen Entz\u00fcndungen in der Leber, die wiederum Vernarbungen nach sich ziehen, die man als Fibrose bezeichnet. Schreiten die Sch\u00e4den weiter fort, kommt es zur Leberzirrhose. In Deutschland werden derzeit rund 300 000 Menschen mit Leberzirrhose behandelt \u2013 Sch\u00e4tzungen gehen jedoch davon aus, dass es mindestens weitere 500 000 Betroffene gibt, die noch nichts von ihrer Zirrhose wissen. \u201eDie durchschnittliche Lebenserwartung dieser Patienten ist zehn bis 20 Jahre niedriger als die der Gesamtbev\u00f6lkerung\u201c, betont Lammert. Denn mit der Zirrhose steigt auch das Risiko f\u00fcr ein Leberversagen oder die Entwicklung von Leberkrebs.<\/p>\n<h3>Rechtzeitig behandelt, kann sich eine gesch\u00e4digte Leber regenerieren<\/h3>\n<p>Das ist umso tragischer, als Lebersch\u00e4den oft vollst\u00e4ndig umkehrbar sind \u2013 sofern sie rechtzeitig entdeckt werden. Denn die Leber verf\u00fcgt \u00fcber gro\u00dfe Regenerationsf\u00e4higkeiten. Eine reine Leberverfettung, erste fibrotische Ver\u00e4nderungen und selbst fr\u00fche Stadien der Leberzirrhose sind gut therapierbar. Auch chronische Leberentz\u00fcndungen, die auf eine Infektion mit Hepatitis-C-Viren zur\u00fcckgehen, sind inzwischen heilbar. \u201eDeshalb h\u00e4tte die Fr\u00fcherkennung von Lebererkrankungen ein gro\u00dfes Potenzial\u201c, betont Lammert. \u201eSp\u00e4tfolgen wie Leberversagen und Leberkrebs k\u00f6nnten in vielen F\u00e4llen vermieden werden. Jedoch nur, wenn rechtzeitig einer Therapie begonnen wird.\u201c<\/p>\n<h3>Studie untersucht Wirksamkeit der Fr\u00fcherkennung<\/h3>\n<p>Wie eine strukturierte Fr\u00fcherkennung aussehen k\u00f6nnte, untersucht derzeit die SEAL-Studie (Strukturierte Fr\u00fch-Erkennung einer Asymptomatischen Leberzirrhose), die in Rheinland-Pfalz und im Saarland durchgef\u00fchrt wird. Sie soll eine valide Datengrundlage schaffen, um die Bestimmung der Leberwerte als festen Bestandteil in den \u201eCheck-up 35\u201c aufzunehmen. Dieser Gesundheitscheck steht allen gesetzlich Versicherten zwischen 18 und 34 Jahren offen, ab dem 35. Geburtstag kann er alle drei Jahre wiederholt werden. \u201ePatienten, die zur Vorsorge gehen, vertrauen darauf, dass sie mit dem \u201eCheck-up 35\u201c ein umfassendes Pr\u00e4ventionsangebot erhalten. Ein Check der Leberwerte sollte eigentlich dazugeh\u00f6ren \u2013 ist jedoch derzeit nicht Bestandteil der Untersuchung\u201c, so Lammert.<\/p>\n<h3>Bei erh\u00f6hten Leberwerten wird weiter untersucht<\/h3>\n<p>In der SEAL-Studie sind die Abl\u00e4ufe folgenderma\u00dfen: Stellt der Hausarzt auff\u00e4llige Leberwerte fest, \u00fcberweist er an einen Facharzt, der eine weitergehende Diagnostik einleitet. Wenn sich bei dieser Gewebever\u00e4nderungen zeigen, muss therapeutisch gegengesteuert werden \u2013 im Fall der nichtalkoholischen Fettleber durch eine \u00c4nderung des Lebensstils bei Virusinfektionen der Leber mit Medikamenten. Die SEAL-Studie l\u00e4uft noch bis Dezember 2020, dann werten die Wissenschaftler aus, bei wie vielen Teilnehmern durch die Untersuchung Lebersch\u00e4den fr\u00fchzeitig erkannt werden konnten.<\/p>\n<p>\u201eWirksame Pr\u00e4vention erspart Betroffenen leidvolle Krankheiten und kann hohe wirtschaftliche Folgekosten, die durch die Behandlung fortgeschrittener Erkrankungen entstehen, vermeiden\u201c, sagt Wedemeyer. \u201eDie Erfolgsgeschichte der Darmkrebsfr\u00fcherkennung in Deutschland ist hierf\u00fcr ein Beispiel und es ist Ziel der DGVS, diese Erfolgsgeschichte auch f\u00fcr Lebererkrankungen fortzuschreiben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mediziner fordern Programm zur Fr\u00fcherkennung von Leberleiden Infektionen, vor allem solche mit Hepatitis C- und B-Viren, k\u00f6nnen die Leber schwer sch\u00e4digen. Aber auch unser westlicher Lebensstil \u2013 wenig Bewegung, reichhaltige Ern\u00e4hrung, zu viel Alkohol \u2013 macht der Leber zu schaffen. 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