{"id":4153,"date":"2021-02-18T20:26:05","date_gmt":"2021-02-18T20:26:05","guid":{"rendered":"http:\/\/berliner-leberring.de\/?p=4153"},"modified":"2021-02-18T20:33:16","modified_gmt":"2021-02-18T20:33:16","slug":"corona-impfung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berliner-leberring.de\/en\/corona-impfung\/","title":{"rendered":"Corona-Impfung"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\">Covid-19-Impfung f\u00fcr Leberkranke?<\/h1>\n<figure id=\"attachment_4027\" aria-describedby=\"caption-attachment-4027\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4027 size-large\" src=\"http:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-300x169.jpg 300w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-768x432.jpg 768w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-600x338.jpg 600w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/fusion-medical-animation-rnr8D3FNUNY-unsplash-1320x743.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4027\" class=\"wp-caption-text\">Illustration: Fusion Medical Animation \/ unsplash<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\">Inzwischen sind drei Impfstoffe gegen COVID-19 in der EU und in Deutschland zugelassen: zwei mRNA-Impfstoffe und ein Vektorimpfstoff. Die Deutsche Leberhilfe e.V. empfiehlt die Impfungen f\u00fcr chronisch Leberkranke, einschlie\u00dflich Patienten mit Zirrhose, Virushepatitis, Fettleber, PBC, autoimmuner Hepatitis und nach Lebertransplantation. Im Folgenden zitieren wir Antworten der Experten auf einige h\u00e4ufige Fragen zu diesem Thema.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Wie gef\u00e4hrlich ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bei Leber-Patienten?<br \/>\n<\/b>Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist grunds\u00e4tzlich ernst zu nehmen. Ob das Risiko schwerer Verl\u00e4ufe bei anf\u00e4nglichen Lebererkrankungen bereits erh\u00f6ht ist, wird kontrovers diskutiert. Die Schwere der Leberkrankheit scheint entscheidender zu sein als die Grunddiagnose: Menschen mit Leberzirrhose sind st\u00e4rker von schweren und t\u00f6dlichen COVID-19-Verl\u00e4ufen gef\u00e4hrdet, egal was zur Zirrhose gef\u00fchrt hat. Dieses Risiko steigt bei fortgeschrittener (dekompensierter) Zirrhose und Leberzellkrebs. Auch wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, wie z.B. hohes Alter, \u00dcbergewicht, Rauchen, Diabetes, Krebs oder Erkrankungen des Herzens, der Niere oder Lunge, steigt das Risiko schwerer COVID-19-Verl\u00e4ufe. Bei alkoholbedingter Lebererkrankung gibt es Hinweise, dass COVID-19 h\u00e4ufiger zu schweren Atemwegserkrankungen f\u00fchrt. Menschen mit Fettleber haben oft Begleiterkrankungen wie z.B. \u00dcbergewicht oder Insulinresistenz, welche eigene Risikofaktoren darstellen. Ob eine Fettleber allein schon einen Risikofaktor darstellt, ist bislang nicht gesichert und wird weiter erforscht.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Soll ich mich gegen COVID-19 impfen lassen?<br \/>\n<\/b>Ja! Die Leberhilfe bef\u00fcrwortet die Impfung f\u00fcr Leberkranke.\u00a0Die Wirksamkeit\u00a0und Sicherheit der Impfstoffe waren bisher sehr gut, auch wenn diese nat\u00fcrlich weiter beobachtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Werde ich durch die Impfung mit abgeschw\u00e4chten, aber noch infektionsf\u00e4higen SARS-CoV-2-Viren angesteckt?<br \/>\n<\/b>Nein! Alle zugelassenen und in naher Zukunft erwarteten COVID-19-Impfungen (mRNA- oder Vektor- bzw. Peptidimpfstoffe) enthalten keine infektionsf\u00e4higen Viren. Man wird durch diese also nicht angesteckt, auch nicht in abgeschw\u00e4chter Form. COVID-19-Impfstoffe zeigen dem Immunsystem nur ein isoliertes Bruchst\u00fcck des Virus, das sogenannte <b>Spike-Protein<\/b>. Dieses kann sich nicht vermehren und keine vollst\u00e4ndigen Viren erzeugen. Das Immunsystem lernt hierdurch, sich gegen eine echte Infektion zu sch\u00fctzen, indem es Antik\u00f6rper und T-Zellen gegen dieses Protein bildet.\u00a0<b>mRNA-Impfstoffe<\/b> enthalten nicht das Spike-Protein, sondern nur einen Bauplan dieses Proteins, der an die K\u00f6rperzellen geliefert wird. Als Transportmittel wird eine Messenger-RNA (mRNA) benutzt, die nach kurzer Zeit vom K\u00f6rper abgebaut wird. Die K\u00f6rperzellen stellen dann eine Zeit lang selbst das Spike-Protein her. Das Immunsystem erkennt dieses Protein als feindlich und f\u00e4ngt an, gezielt Antik\u00f6rper und Immunzellen (T-Zellen) dagegen zu bilden. <b>Vektor\u00adimpfstoffe<\/b> liefern ebenfalls den Bauplan des Spike-Proteins, allerdings in Form einer DNA, aus der dann vom K\u00f6rper das Spikeprotein hergestellt wird. Als Transportmittel wird ein Vektor verwendet. Dieser Vektor ist ein anderes, f\u00fcr Menschen harmloses Adenovirus, das so ver\u00e4ndert wurde, dass es sich nicht vermehren kann und nicht krank macht (auch nicht bei Immunsuppres\u00adsion). Manche Menschen sind irritiert, wenn von einem Virus die Rede ist und diese verwechseln den Impfstoff dann mit einem Lebend\u00adimpfstoff\u00a0 was er nicht ist.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>K\u00f6nnen die neuen Impfstoffe meine Lebererkrankung verschlimmern (z.B. Zirrhose, autoimmune Lebererkrankung etc.)?<br \/>\n<\/b>Es wurde bisher keine H\u00e4ufung von Leberkomplikationen oder autoimmunen Krankheiten nach COVID-19-Impfungen beobachtet. Wir gehen davon aus, dass sich Menschen mit Zirrhose und\/oder autoimmunen Lebererkrankungen ebenso gegen COVID-19 impfen lassen k\u00f6nnen (und sollten) wie andere. Trotzdem sollten Sie Ihre Erkrankungen im Beratungsgespr\u00e4ch angeben, ebenso wie andere Vorerkrankungen und schwere Allergien.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Ich nehme Immunsuppressiva ein. Ist dies bez\u00fcglich der Impfstoffe ein Problem?<br \/>\n<\/b>F\u00fcr die Vertr\u00e4glichkeit der Impfung ist dies nach derzeitigem Wissensstand kein Problem. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte aber die Wirksamkeit der Impfung geringer sein. Eine solche eingeschr\u00e4nkte Wirksamkeit sieht man auch bei anderen Impfstoffen, z.B. gegen Influenza oder Hepatitis B; dennoch werden diese \u00e4hnlich wie die COVID-19-Impfung empfohlen. Besprechen Sie mit Ihren behandelnden \u00c4rzten, ob eine \u00dcberpr\u00fcfung des Impferfolgs nach der Impfung sinnvoll ist (Bildung von sch\u00fctzenden Antik\u00f6rpern). Falls Sie aktuell in einer Phase von besonders starker Immunsuppression sind, z.B. kurz nach einer Transplantation, besprechen Sie auch, ob dies beim Timing der Impfung ber\u00fccksichtigt werden sollte.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>\u00a0Welche Risiken und Nebenwirkungen der Impfstoffe sind bekannt?<br \/>\n<\/b>Reaktionen an der Einstichstelle sind h\u00e4ufig. M\u00f6glich sind auch vor\u00fcbergehende grippe\u00e4hnliche Symptome, wie Fieber, M\u00fcdigkeit, Glieder- und Kopfschmerzen. Dies ist in der Regel unproblematisch und ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Die Grippesymptome k\u00f6nnen manchmal so ausgepr\u00e4gt sein, dass Geimpfte sich ein bis zwei Tage krankschreiben lassen. Typischerweise sind bei den mRNA-Impfstoffen diese Nebenwirkungen nach der zweiten Impfdosis etwas st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als nach der ersten. Diskutiert wird bei schwerstkranken, hochgradig gebrechlichen Senioren in Pflege\u00adheimen, ob solche Fiebersch\u00fcbe ein Risiko darstellen k\u00f6nnen. Bisher wurde jedoch keine H\u00e4ufung von Todesf\u00e4llen in Pflegeheimen nach Impfungen festgestellt.<br \/>\nWer eine Vorgeschichte schwerer Allergien hat (z.B. anaphylaktische Schocks, Mitf\u00fchren eines Notfall-Pens), sollte sich vor der Impfung eingehend beraten lassen. Direkt nach einer Impfung sollten diese Betroffenen laut STIKO ggf. l\u00e4nger (30 statt 15 Minuten) zur Nachbeobachtung dableiben. Anaphylaktische Schocks nach Corona-Impfungen sind bislang sehr selten und betrafen je nach Impfstoff 2,5 bzw. 11 Personen auf 1 Million Impfdosen. Wenn sie auftreten, erfordern sie jedoch eine sofortige Behandlung.<br \/>\nSehr selten (sieben F\u00e4lle) kam es in den Studien mit mRNA-Impfungen zu vor\u00fcbergehenden Gesichtsl\u00e4hmungen, die sich nach einigen Wochen zur\u00fcckbildeten; da ein weiterer solcher Fall auch in einer Kontrollgruppe von Ungeimpften auftrat, wird noch weiter untersucht, ob diese Ereignisse von der Impfung verursacht wurden oder zuf\u00e4llig auftraten.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Verhindern die Impfstoffe eine Infektion oder nur eine schwere COVID-19-Erkrankung?<br \/>\n<\/b>Diese Frage ist noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. In den Zulassungsstudien wurde insgesamt \u00fcber deutlich weniger F\u00e4lle mit einer COVID-19-Erkrankung berichtet, so dass ein Impfschutz von 70 bis 95% erreicht wurde. Es ist bisher aber noch unklar, ob trotz Impfung eine \u00dcbertragung des Virus m\u00f6glich ist. Daher ist auch nach der Impfung eine Beachtung der AHA-Regeln notwendig. Entsprechende Studien zur Kl\u00e4rung dieser Frage werden aktuell durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Sch\u00fctzen die Impfstoffe gegen alle Varianten des Corona\u00advirus?<br \/>\n<\/b>Diese Frage ist bisher nicht gekl\u00e4rt. F\u00fcr manche Virusvarianten, wie z.B. die s\u00fcdafrikanische Variante, und f\u00fcr bestimmte Impfstoffe wie z.B. den Vektorimpfstoff ChAdOx1 gibt es Hinweise, dass der Schutz vor einer Ansteckung vermindert ist. F\u00fcr die mRNA-basierten Impfstoffe liegen bisher keine entsprechenden Daten von Impfstudien vor. Neben einem Schutz vor einer Infektion spielt auch der Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle. Daher lautet unsere aktuelle Empfehlung in jedem Fall, sich impfen zu lassen, sobald Ihnen dies angeboten wird. Sollte eine Anpassung der Impfstoffe notwendig werden, ist eine erneute Impfung ohne Probleme durchf\u00fchrbar.<\/p>\n<p class=\"FlietextRotisMSemiSans10ptLebenszeichen\"><b>Ab wann bin ich durch die Impfung gesch\u00fctzt?<br \/>\n<\/b>Es dauert einige Wochen, bis sich der Impfschutz aufbaut. Um einen kompletten Impfschutz zu erhalten, bedarf es einer zweiten Impfung. Die empfohlenen Impfabst\u00e4nde sind von Impfstoff zu Impfstoff unterschiedlich gro\u00df und betragen zwischen 3 und 12 Wochen. Die Wirksamkeit der drei Impfstoffe (ChAdOx1, mRNA1273, BNT162b) wird von den Herstellern mit 70%, 94% bzw. 95% angegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Covid-19-Impfung f\u00fcr Leberkranke? Inzwischen sind drei Impfstoffe gegen COVID-19 in der EU und in Deutschland zugelassen: zwei mRNA-Impfstoffe und ein Vektorimpfstoff. 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