{"id":4543,"date":"2023-07-25T12:41:35","date_gmt":"2023-07-25T10:41:35","guid":{"rendered":"https:\/\/berliner-leberring.de\/?p=4543"},"modified":"2023-07-25T13:21:41","modified_gmt":"2023-07-25T11:21:41","slug":"welt-hepatitis-tag-am-28-juli-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berliner-leberring.de\/en\/welt-hepatitis-tag-am-28-juli-2023\/","title":{"rendered":"Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2023"},"content":{"rendered":"<h1>Hepatitis A bis E &#8211; eine \u00dcbersicht<\/h1>\n<figure id=\"attachment_4552\" aria-describedby=\"caption-attachment-4552\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4552\" src=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-300x210.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-300x210.png 300w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-1024x718.png 1024w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-768x538.png 768w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-600x421.png 600w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-1536x1077.png 1536w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920-1320x925.png 1320w, https:\/\/berliner-leberring.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/liver-2934612_1920.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4552\" class=\"wp-caption-text\">Die menschliche Leber &#8211; Bild von zachvanstone8 auf Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag.\u00a0 International wird dieser von der World Hepatitis Alliance ausgerichtet und steht dieses Jahr unter dem Motto \u0084We\u0092re not waiting\u0093 bzw. \u0084I\u0092m not waiting\u0093. In Deutschland lautet das Motto daran angelehnt \u0084Ich warte nicht. Ich handele! Chronische Hepatitis-Infektionen verlaufen zwar schleichend \u00fcber Jahre, aber bleiben gerade deswegen oft unentdeckt, bis es zu sp\u00e4t ist: Die Leber leidet still.<\/p>\n<p>Doch welche verschiedenen Formen der Hepatitis gibt es, und warum ist es so wichtig, den Unterschied zu kennen? Die Deutsche Leberhilfe hat eine \u00dcbersicht zusammengestellt:<\/p>\n<h3>Eine\u00a0 Hepatitis kann viele Ursachen haben<\/h3>\n<p>Hepatitis hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201eLeberentz\u00fcndung\u201c. Eine Hepatitis kann viele verschiedene Ursachen haben. In den meisten F\u00e4llen sind die Viren Hepatitis A, B, C, D oder E f\u00fcr die Leberentz\u00fcndung verantwortlich (Virushepatitis). Dies sind Infektionskrankheiten.<\/p>\n<p>Es gibt auch Hepatitis-Formen, die niemals ansteckend sind. Hierzu geh\u00f6ren zum Beispiel Leberentz\u00fcndungen durch Medikamentensch\u00e4den, Alkohol, \u00dcbergewicht (nicht-alkoholische Fettleberhepatitis) oder Autoimmunkrankheiten, wie zum Beispiel die Autoimmunhepatitis, bei welcher das Immunsystem aus ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden die eigene Leber angreift.\u00a0 Hier geht es um die ansteckenden Hepatitis-Viren A bis E.<\/p>\n<h3>Das Risiko unerkannter Infektionen<\/h3>\n<p>Hepatitis-Infektionen k\u00f6nnen zum Teil im ersten halben Jahr von selbst ausheilen. Hepatitis A und \u2013 meistens \u2013 Hepatitis E heilen von selbst aus. Einige Hepatitis-Viren, insbesondere Hepatitis B, C und D, k\u00f6nnen jedoch auch chronisch werden und zu dauerhaften Entz\u00fcndungen der Leber f\u00fchren. Dies kann die Leber \u00fcber Jahre und zum Teil Jahrzehnte sch\u00e4digen. Da eindeutige Symptome oft ausbleiben und nur wenige Betroffene eine Gelbsucht entwickeln, bleiben viele dieser Erkrankungen lange unerkannt. Unbehandelt kann die chronische Leberentz\u00fcndung zu gef\u00e4hrlichen Sp\u00e4tfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs f\u00fchren. Deswegen ist es wichtig, Risikofaktoren zu erkennen. Auf <a href=\"http:\/\/www.lebertest.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.lebertest.de<\/a> k\u00f6nnen Sie einen Online-Test machen, ob es f\u00fcr Ihre Leber m\u00f6glicherweise ein Risiko gibt.<\/p>\n<h3>Hepatitis A: hochansteckend, aber selten gef\u00e4hrlich<\/h3>\n<p>Gegen das Hepatitis-A-Virus (HAV) gibt es eine sichere Schutzimpfung. Auch wer einmal eine Hepatitis A durchgemacht hat, ist lebenslang gegen eine erneute Ansteckung mit diesem Virus immun. Diese Hepatitis-Infektion wird vor allem in s\u00fcdlichen und mediterranen L\u00e4ndern durch mit Viren verunreinigtes Trinkwasser \u00fcbertragen. Hierzu geh\u00f6ren auch Eisw\u00fcrfel, mit kontaminiertem Wasser gewaschene Fr\u00fcchte und Salate, Muscheln aus solchen verunreinigten Gew\u00e4ssern, aber auch Badewasser. Schmierinfektionen, zum Beispiel \u00fcber Toiletten, sind ein weiterer h\u00e4ufiger \u00dcbertragungsweg des Hepatitis-A-Virus.<\/p>\n<p>Meist verl\u00e4uft die Hepatitis A unbemerkt, ist kurzzeitig sehr infekti\u00f6s und heilt stets von selbst aus. Komplikationen bei ansonsten Gesunden sind eher selten, sodass Hepatitis A als das harmloseste Hepatitis-Virus gilt. Allerdings kann eine Hepatitis-A-Infektion bei Leberkranken und Senioren schwerer verlaufen und in einigen F\u00e4llen sogar zum lebensbedrohlichen Leberversagen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Gegen das Hepatitis-A-Virus steht eine sichere Impfung zur Verf\u00fcgung. Diese ist ein Totimpfstoff, nicht ansteckend und wird in der Regel gut vertragen.<\/p>\n<h3>Hepatitis B: heimt\u00fcckisches Virus mit vielen Gesichtern<\/h3>\n<p>Das Hepatitis-B-Virus (HBV) kann eine akute oder chronische Leberentz\u00fcndung ausl\u00f6sen. Das Hepatitis-B-Virus ist sehr ansteckend und wird \u00fcber K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten wie Blut, Sperma, Scheidensekret oder auch Speichel \u00fcbertragen. H\u00e4ufige \u00dcbertragungswege sind ein infizierter Sexualpartner, eine Infektion bei der Geburt (wenn die Mutter Hepatitis B hat), aber auch gemeinsam benutzte Utensilien bei Drogengebrauch und Hygienefehler bei medizinischen Eingriffen, Tattoos oder Piercings.<\/p>\n<p>Eine Neuinfektion heilt bei den meisten Erwachsenen in den ersten sechs Monaten von selbst aus. Ganz vollst\u00e4ndig ist diese \u201eHeilung\u201c aber nicht, denn das Erbmaterial des Hepatitis-B-Virus bleibt ein Leben lang im K\u00f6rper, insbesondere im Kern der Leberzellen erhalten. Deshalb kann selbst eine durchgemachte Hepatitis-B-Infektion in Einzelf\u00e4llen sp\u00e4ter wieder aktiv werden, wenn das Immunsystem erheblich geschw\u00e4cht wird \u2013 zum Beispiel durch eine Aidserkrankung, Knochenmarkstransplantation oder Chemotherapie. Diese Reaktivierungen sind t\u00fcckisch und k\u00f6nnen sehr schwer verlaufen. Sie sind aber vermeidbar, wenn das Risiko bekannt ist. Man kennt solche Reaktivierungen nur beim Hepatitis-B-Virus, nicht aber bei den anderen Hepatitis-Viren (auch nicht bei Hepatitis C!).<\/p>\n<h3>Bei f\u00fcnf bis zehn Prozent der Infizierten wird Hepatitis B chronisch<\/h3>\n<p>Bei f\u00fcnf bis zehn Prozent der mit HBV infizierten Menschen nimmt die Erkrankung einen chronischen Verlauf. Mit einer \u201eHeilung\u201c durch das eigene Immunsystem oder durch Medikamente ist dann in der Regel nicht mehr zu rechnen. Bei Neugeborenen und S\u00e4uglingen verlaufen sogar 90 Prozent der Infektionen chronisch. Unbehandelt kann eine chronische Hepatitis B nach Jahren zu Zirrhose und\/oder Leberkrebs f\u00fchren.<\/p>\n<p>Es gibt antivirale Medikamente, welche die Virusvermehrung unterdr\u00fccken. Meistens handelt es sich um eine Therapie mit t\u00e4glicher Tablettengabe, die \u00fcber viele Jahre und zum Teil lebenslang dauern kann. Die heutigen Hepatitis-B-Behandlungen wirken in der Regel kontrollierend, aber nicht heilend. An neuen und wirksameren Hepatitis-B-Therapien wird intensiv geforscht.<\/p>\n<p>Auch gegen Hepatitis B gibt es eine sichere Impfung. \u00c4hnlich wie die Hepatitis-A-Impfung ist diese ein Totimpfstoff, also nicht ansteckend und wird in der Regel gut vertragen.<\/p>\n<h3>Hepatitis C: heute fast immer heilbar<\/h3>\n<p>Die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) wird in erster Linie durch infiziertes Blut \u00fcbertragen, welches in die Blutbahn oder Schleimh\u00e4ute einer gesunden Person eindringt. Blutprodukte vor 1991 waren eine h\u00e4ufige Ansteckungsquelle, werden aber seit drei Jahrzehnten\u00a0 getestet und sind heute diesbez\u00fcglich sicher. Ansteckungswege sind weiterhin Verletzungen mit Fremdblutkontakt, gemeinsam benutzte Utensilien bei Drogenkonsum sowie Hygienefehler bei medizinischen Eingriffen, Piercing und T\u00e4towierungen. Das Risiko einer sexuellen Infektion ist geringer als bei Hepatitis B, steigt aber bei Verletzungen, Menstruation, ungesch\u00fctztem Analverkehr und anderen harten Sexpraktiken. Allt\u00e4gliche Kontakte mit H\u00e4ndesch\u00fctteln, Umarmen, K\u00fcssen oder die gemeinsame Nutzung einer Toilette oder Nahrungsmittel \u00fcbertragen Hepatitis C nicht.<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sch\u00e4tzt, dass etwa 30 Prozent der Hepatitis-C-Infektionen im ersten halben Jahr von selbst ausheilen, aber in 70 Prozent der F\u00e4lle chronisch werden. Bisher konnte keine Schutzimpfung gegen dieses Virus entwickelt werden. Allerdings ist Hepatitis C heute dank verbesserter Medikamente fast immer heilbar.<\/p>\n<p>Fr\u00fchere Therapien mit Interferon-Spritzen hatten viele Nebenwirkungen und f\u00fchrten auch nur bei einigen Patienten zu einer Heilung. Das hat sich gl\u00fccklicherweise ge\u00e4ndert: Die neuen antiviralen Medikamente in Tablettenform sind sehr viel vertr\u00e4glicher, werden meist nur acht bis zw\u00f6lf Wochen gegeben und heilen Hepatitis C schon beim ersten Versuch in 95\u00a0 Prozent der F\u00e4lle komplett aus.<\/p>\n<p>Anders als bei einer ausgeheilten Hepatitis A oder erfolgreich therapierten Hepatitis B gibt es bei einer ausgeheilten Hepatitis C keine Immunit\u00e4t. Das hei\u00dft, durch weitere Blutkontakte kann es jederzeit zu einer erneuten Infektion mit HCV kommen.<\/p>\n<h3>Hepatitis D: das &#8220;schlimmste&#8221; Hepatitis-Virus<\/h3>\n<p>Was ist das gef\u00e4hrlichste der f\u00fcnf Hepatitis-Viren? Wenn man Laien fragt, tippen diese meistens auf Hepatitis C \u2013 ein Irrtum: Das Hepatitis-D-Virus (HDV, Hepatitis Delta) ist weitaus gef\u00e4hrlicher. Es tritt allerdings niemals alleine auf und kann nur zusammen mit dem Hepatitis-B-Virus existieren, weil es dessen H\u00fclle zur Vermehrung braucht. Eine Impfung gegen Hepatitis B sch\u00fctzt Gesunde deshalb auch vor Hepatitis D. Hepatitis D wird \u00e4hnlich wie Hepatitis B \u00fcbertragen. Dies kann dazu f\u00fchren, dass ein bisher Gesunder sich entweder gleichzeitig mit Hepatitis B und D ansteckt, oder dass ein Mensch mit chronischer Hepatitis B sp\u00e4ter noch zus\u00e4tzlich mit Hepatitis D infiziert wird.<\/p>\n<p>Eine Doppelinfektion aus Hepatitis B und D f\u00fchrt h\u00e4ufiger und schneller zu Lebersch\u00e4den als eine alleinige Hepatitis-B- oder -C-Infektion. Viele Betroffene mit Hepatitis B und D entwickeln innerhalb weniger Jahre eine Leberzirrhose oder Leberkrebs.<\/p>\n<p>Seit 2020 ist erstmals ein antivirales Medikament gegen Hepatitis D zugelassen. Es ist noch unklar, ob dieses Medikament die Virusinfektion nur unterdr\u00fcckt oder nach l\u00e4ngerer Behandlung auch eine Ausheilung erm\u00f6glicht. Forscher untersuchen derzeit auch weitere neuartige Substanzen in Studien.\u00a0 An weiteren Arzneimitteln wird aktiv geforscht. Es wird gehofft, dass k\u00fcnftige heilende Therapien gegen Hepatitis B gleichzeitig auch dem Delta-Virus die Lebensgrundlage entziehen.<\/p>\n<h3>Hepatitis E: das h\u00e4ufigste Hepatitis-Virus<\/h3>\n<p>Hepatitis E wird durch das Hepatitis-E-Virus ausgel\u00f6st und heilt meist in den ersten drei Monaten von selbst aus. \u00dcber viele Jahre dachte man bei Hepatitis E nur an eine Reiseerkrankung aus tropischen L\u00e4ndern wie zum Beispiel Indien. Dort wird die Hepatitis E h\u00e4ufig \u00fcber mit menschlichen F\u00e4kalien verunreinigtes Trinkwasser \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist das Virus auch schon sehr lange hierzulande heimisch; man hat nur nicht darauf getestet. In Europa und anderen westlichen Industriel\u00e4ndern ist die Hauptinfektionsquelle rohes Fleisch von Haus- und Wildschwein, beispielsweise Schweinemett. Mit Tierf\u00e4kalien ged\u00fcngte Erdbeeren oder Salat k\u00f6nnen ebenfalls Ursache f\u00fcr eine Hepatitis E sein. Das Robert Koch-Institut sch\u00e4tzt, dass jeder sechste Deutsche bereits eine Hepatitis-E-Infektion durchgemacht hat \u2013 und das meist hierzulande und nicht im Urlaub.<\/p>\n<p>Hepatitis E wurde bis vor kurzem auch h\u00e4ufig durch Blutprodukte \u00fcbertragen, da diese bis Ende 2019 zwar auf Hepatitis B und C untersucht wurden, aber noch nicht auf Hepatitis E. Mittlerweile werden alle Blutspenden auch auf das Hepatitis-E-Virus getestet.<\/p>\n<h3>Hepatitis-E: gef\u00e4hrlich f\u00fcr Schwangere, Leberkranke und Immunschwache<\/h3>\n<p>Hepatitis E ist in Deutschland weit verbreitet und wird h\u00e4ufig durch den Verzehr von rohem Fleisch, wie Schweinemett oder Tartar, \u00fcbertragen. Manchmal sieht man auch \u00dcbertragungen durch Erdbeeren oder andere Feldfr\u00fcchte, wenn diese mit Tierf\u00e4kalien ged\u00fcngt wurden. Personen, die engen Kontakt zu Tieren haben, wie J\u00e4ger und Schweinez\u00fcchter, sind ebenfalls gef\u00e4hrdet. Fr\u00fcher gab es auch Ansteckungen durch Blutprodukte, aber inzwischen werden Blutspenden auch auf Hepatitis E getestet, um das Risiko zu minimieren.<\/p>\n<p>In mehr als 99 Prozent der F\u00e4lle heilt Hepatitis E von selbst aus und wird mitunter nicht einmal gesp\u00fcrt. Es k\u00f6nnen jedoch typische Hepatitis-Symptome auftreten, wie Gelbf\u00e4rbung der Haut und Augen. Selten sind auch neurologische Komplikationen m\u00f6glich, wie Schmerzen, Taubheitsgef\u00fchle oder sogar L\u00e4hmungserscheinungen. Chronisch Leberkranke sind besonders gef\u00e4hrdet, da eine zus\u00e4tzliche Hepatitis-E-Infektion ihre Erkrankung verschlechtern und zu Leberversagen f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Bestimmte Hepatitis-E-Virusformen, insbesondere Genotyp 1 und 2, die h\u00e4ufiger in Asien und Afrika vorkommen, k\u00f6nnen auch bei Schwangeren zum Leberversagen f\u00fchren. In Europa verbreitete Genotypen wie Genotyp 3 sind f\u00fcr Schwangere seltener gef\u00e4hrlich, k\u00f6nnen jedoch bei Menschen mit schwachem Immunsystem, wie Organtransplantierten, zu chronischen Infektionen f\u00fchren. Obwohl chronische Hepatitis E selten ist, kann sie unbehandelt in wenigen Jahren zu einer Leberzirrhose f\u00fchren.<\/p>\n<p>In Notf\u00e4llen kann Hepatitis E mit einem antiviralen Medikament behandelt werden, obwohl dieses daf\u00fcr nicht zugelassen ist und nur selten ben\u00f6tigt wird. In Europa und den USA gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gegen Hepatitis E. Ein chinesischer Impfstoff wurde gegen einen anderen Untertyp des Hepatitis-E-Virus (Genotyp 1) entwickelt. Es ist unklar, ob dieser Impfstoff auch vor den hierzulande verbreiteten Hepatitis-E-Viren sch\u00fctzen w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2023<\/h3>\n<p>Es ist wichtig, \u00fcber die verschiedenen Hepatitis-Viren und ihre \u00dcbertragungswege Bescheid zu wissen, um sich vor einer Infektion zu sch\u00fctzen. Bei erh\u00f6hten Leberwerten sollte auch an eine Hepatitis-Infektion gedacht werden.<\/p>\n<p>Krankenversicherte in Deutschland ab 35 Jahren k\u00f6nnen sich zudem einmalig auf Hepatitis B und C testen lassen. M\u00f6glich ist dies in Hausarztpraxen im Rahmen der sogenannten \u0084Gesundheitsuntersuchung\u0093, die fr\u00fcher als Check-up 35 bezeichnet wurde. Bei chronischen Hepatitis-Infektionen sind eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu verhindern: Denn Hepatitis-Infektionen sind heute oft sehr gut behandelbar. Deswegen steht der diesj\u00e4hrige Welt-Hepatitis-Tag in Deutschland unter dem Motto \u0084Ich warte nicht. Ich handele!<\/p>\n<p>\u0093Der Welt-Hepatitis-Tag ist ein internationaler Aktionstag und findet j\u00e4hrlich am 28. Juli statt. Seit 2011 ist der Welt-Hepatitis-Tag auch offizieller Gesundheitstag der Weltgesundheits\u00adorganisation (WHO).<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.welthepatitistag.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.welthepatitistag.info\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hepatitis A bis E &#8211; eine \u00dcbersicht Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag.\u00a0 International wird dieser von der World Hepatitis Alliance ausgerichtet und steht dieses Jahr unter dem Motto \u0084We\u0092re not waiting\u0093 bzw. \u0084I\u0092m not waiting\u0093. In Deutschland lautet das Motto daran angelehnt \u0084Ich warte nicht. Ich handele! 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